Pharmakologie · Gastrointestinaltrakt
Im Bereich Gastrointestinaltrakt geht es um pharmakologische Eingriffe in Magen und Darm. Für das 2. Staatsexamen Pharmazie sind Magensäureregulation, Antiemetika, Laxantien, Antidiarrhoika und die Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen besonders relevant. Die Seite bietet Dir einen strukturierten Überblick über die Wirkstoffgruppen und ihre Angriffspunkte.
Magensäureregulation und Ulkustherapie sicher verstehen
Antiemetika nach Rezeptortypen systematisch einordnen
Laxantien und Antidiarrhoika gezielt verknüpfen
CED-Therapieoptionen von Basistherapie bis Biologicals kennen
Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol und Pantoprazol blockieren die H+/K+-ATPase der Belegzellen. H2-Rezeptor-Antagonisten wie Ranitidin und Famotidin hemmen die histaminvermittelte Säureproduktion. Antazida neutralisieren die Säure direkt, Misoprostol wirkt schleimhautprotektiv. Die Helicobacter-pylori-Eradikation erfolgt als Kombinationstherapie.
Loperamid wirkt als peripherer Opioidrezeptor-Agonist und reduziert die Darmmotilität.
Osmotisch wirkende Laxantien wie Lactulose und Macrogol binden Wasser im Darm. Stimulierende Laxantien wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat steigern die propulsive Motilität. Quellmittel erhöhen das Stuhlvolumen.
5-HT3-Antagonisten wie Ondansetron wirken bei chemotherapieinduziertem Erbrechen. NK1-Antagonisten wie Aprepitant ergänzen die Antiemese. D2-Antagonisten wie Metoclopramid und Domperidon kombinieren antiemetische und prokinetische Effekte. H1-Antihistaminika werden bei Reisekrankheit eingesetzt.
Aminosalicylate wie Mesalazin und Sulfasalazin bilden die Basistherapie. Glucocorticoide wie Budesonid wirken akut antiphlogistisch. Biologicals wie die TNF-α-Antikörper Infliximab und Adalimumab sowie Vedolizumab und Ustekinumab kommen in der Eskalationstherapie zum Einsatz.
Welche Zellen der Magenschleimhaut produzieren welche Substanzen?
Wie erfolgt die HCl-Produktion in den Belegzellen?
Wie wirken Protonenpumpeninhibitoren und warum brauchen sie eine Aktivierung?
Welche Rezeptortypen werden durch Antiemetika blockiert und bei welchen Indikationen?
Welche Wirkstoffe kommen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zum Einsatz?
Frage
→ Aufbau Magen Beschrifte folgende Abbildung:
Antwort
Im Bereich der Kardia und des Pylorus wird nur der magenprotektive Schleim produziert. Im Korpus und Fundus werden zusätzlich noch Salzsäure und Enzyme für die Proteinverdauung (v.a. Pepsinogen) sowie der Intrinsic-Faktor gebildet, der für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig ist.
Frage
Welche Zellen produzieren: → Pepsinogen
Antwort
Hauptzellen der Magenschleimhaut
Frage
Wieso wirkt das Opioid Loperamid nur an peripheren Opioidrezeptoren?
Antwort
→ hat einen sehr hohen First-pass-Effekt (Bioverfügbarkeit von ca. 0,3% bei oraler Gabe). → P-gp-Substrat,
Beginne mit den Belegzellen, Hauptzellen, Nebenzellen, G-Zellen und ECL-Zellen und ordne ihnen ihre Produkte zu, bevor Du die Wirkstoffgruppen der Ulkustherapie angehst.
Lerne die Antiemetika systematisch nach ihrem Angriffspunkt: 5-HT3, NK1, D2 und H1. So kannst Du Indikationen und Nebenwirkungen sicher ableiten.
Unterscheide osmotisch, stimulierend und Quellmittel. Mit dieser Einteilung ordnest Du einzelne Substanzen wie Lactulose, Bisacodyl oder Macrogol sicher zu.
Arbeite Dich von der Basistherapie mit Aminosalicylaten über Glucocorticoide bis zu den Biologicals hoch, damit Du Therapieeskalationen begründen kannst.
Wenn Du die Inhalte mit Karteikarten vorbereitet hast, kannst Du das freie Formulieren zusätzlich mit dem KI-Trainer üben. Er ersetzt die Karteikarten nicht, sondern ergänzt Deine Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
Mehr zum KI-TrainerWenn Du in dieses Gebiet direkt einsteigen möchtest, arbeite Dich strukturiert durch Ulkustherapie, Antiemetika, Laxantien, Antidiarrhoika und CED-Therapeutika.